Genlisea aurea
Genlisea aurea A.St.-Hil.
Genlisea aurea ist eine der größten fleischfressenden Arten der Gattung Genlisea und endemisch in Brasilien. Sie ist durch ihre unterirdischen, blattartigen Organe bekannt, die Protozoen anziehen, fangen und verdauen. Die Pflanze hat einen dicken, saftigen Spross, eine gelbe Blüte mit einer dunkleren, gewölbten Gaumenregion und eine außergewöhnlich kleine Genomgröße für eine Blütenpflanze. Sie kommt in verschiedenen Regionen Brasiliens vor, insbesondere in den Hochlagen der Chapada Diamantina, und wird in zwei Varietäten unterschieden.
Description
Genlisea aurea ist eine terrestrische oder helophytische Pflanze mit einem dicken, saftigen und leicht steifen Spross. Der Spross, Blütenblätter, Blütenstielaugen, Blütenstielen und Kelchblätter sind mit langstieligen, drüsenbehafteten Haaren bedeckt. Die Blüte ist gelb, mit einer dunkleren, gewölbten Gaumenregion, haarlosen Lippen und einer dreilappigen Unterlippe. Der Sporn ist drüsenbehaftet und spitz, so lang wie oder länger als die Unterlippe. Die Frucht ist circumscissil, ebenfalls mit langstieligen, drüsenbehafteten Haaren bedeckt. Die Pflanze besitzt unterirdische, blattartige Organe, die als Fangorgane für Protozoen dienen.
Habitat
Genlisea aurea kommt in verschiedenen Regionen Brasiliens vor, insbesondere in den nördlichen, nordöstlichen, westzentralen, südöstlichen und südlichen Gebieten. Sie wächst hauptsächlich in den Hochlagen der Chapada Diamantina, wo sie in feuchten, nährstoffarmen Böden vorkommt. Die Pflanze ist an tropische und subtropische Lebensräume angepasst und bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.
Cultivation
Genlisea aurea ist eine anspruchsvolle Pflanze, die in kultivierten Bedingungen eine feuchte, nährstoffarme Substratmischung benötigt, idealerweise aus Torf und Sand. Sie benötigt hohe Luftfeuchtigkeit und helles, indirektes Licht. Die Pflanze sollte in einem gut belüfteten Raum mit konstanter Temperatur zwischen 18 und 25 °C gehalten werden. Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze sich durch die Falleinnahme von Protozoen ernährt. Eine konstante, aber nicht überschwemmende Wasserversorgung ist entscheidend für das Gedeihen.
Uses
Genlisea aurea ist hauptsächlich von wissenschaftlichem Interesse aufgrund ihrer einzigartigen Falleinnahme-Mechanismen und ihres kleinen Genoms. Sie wird in botanischen Gärten und bei Sammlern geschätzt, die fleischfressende Pflanzen kultivieren. Die Pflanze hat keine nennenswerte ökonomische oder medizinische Bedeutung, ist aber wichtig für die Erforschung der Evolution und Anpassung von Karnivoren-Pflanzen.
Distribution
BR · Neotropical · Brazil Northeast · Brazil North · Brazil Southeast · Brazil South · Brazil West-Central

