Bocks-Gänsefuß
Chenopodium hircinum Schrad.

Bocks-Gänsefuß (Chenopodium hircinum) ist eine sommergründende, stinkende Pflanze aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae). Sie kommt in vielen Teilen Europas vor, ist aber in nördlicheren Regionen selten blühend und bildet keine reifen Früchte. Die Pflanze ist sehr variabel, besonders in Form und Größe der Blätter, und wird oft mit anderen Chenopodium-Arten verwechselt.
Description
Bocks-Gänsefuß ist eine bis zu 70 cm hohe, stinkende, sommergründende Pflanze. Der Stängel ist blassgrau, grün gestreift, aufrecht bis aufsteigend und verzweigt. Die Blätter haben einen bis zu so langen Blattstiel wie das Blatt selbst und sind breitovale bis dreieckig, meist so breit wie lang oder breiter. Sie sind meist dreilappig, glänzend grün bis gelbgrau und oft mehlig bedeckt. Die mittlere Blattspitze ist entweder parallelseitig mit Zähnen oder spitz und glatt. Die Blütenstände sind terminal, meist blatttragend, mit schmalen, dreilappigen Brakten. Die Blüten ähneln denen von C. berlandieri. Die Samen sind rund, 1–1,3 mm groß und haben ein honigwabenartiges Muster.
Habitat
Bocks-Gänsefuß kommt hauptsächlich in offenen, trockenen bis mäßig feuchten Standorten vor, wie Ackerrandstreifen, Straßenränder, Wegränder und Brachflächen. In nördlicheren Regionen Europas blüht sie selten und bildet keine reifen Früchte. Sie bevorzugt lockere, sandige Böden und ist oft in anthropogenen Umgebungen zu finden.
Cultivation
Bocks-Gänsefuß ist keine Kulturpflanze und wird nicht gezielt angebaut. Sie kann sich in kultivierten Böden rasch ausbreiten, insbesondere in Ackern und entlang von Wegen. Aufgrund ihrer Variabilität und ihres stärkeren Geruchs ist sie in Gärten eher unerwünscht. Sie gedeiht gut in sonnigem bis halbschattigem Standort mit durchlässigem Boden.
Uses
Bocks-Gänsefuß hat keine bedeutende wirtschaftliche Nutzung. In einigen Regionen wird sie als Wildpflanze verzehrt, ist aber aufgrund ihres Geruchs nicht als Gemüse verbreitet. Sie kann in der Phytotherapie seltener Verwendung finden, ist aber nicht in der modernen Medizin etabliert. In der Botanik ist sie vor allem von Interesse wegen ihrer genetischen Variabilität und ihrer Verwandtschaft zu anderen Chenopodium-Arten.
Other common names
Bocks-Gänsefuß
Distribution
CL · Belgium · Brussels-Capital Region · Flemish Region · Walloon Region · BR · France · The Netherlands · Great Britain · IT · DK · FR · Austria · Czech Republic · Denmark · Germany · Hungary · Italy · Sweden · England · Scotland · Wales · SE · CZ · SI · PL · NO · Hawaii · conterminous 48 United States · Argentina Northeast
Synonyms
Chenopodium bonarienseChenopodium hircinum f. acutatumChenopodium hircinum var. andinumChenopodium hircinum f. angustifoliumChenopodium hircinum subsp. catamarcensisChenopodium hircinum var. crataeginumChenopodium hircinum f. deminutumChenopodium hircinum var. densumChenopodium hircinum var. erectumChenopodium hircinum f. microphyllumChenopodium hircinum subsp. milleanumChenopodium hircinum f. multidentatumChenopodium hircinum f. purpureumChenopodium hircinum var. rhombicumChenopodium hircinum var. subtrilobumChenopodium hircinum f. subtrilobumChenopodium ficifolium f. multidentatumChenopodium ficifolium f. angustifoliumChenopodium ficifolium f. deminutumChenopodium hircinum f. microphyllumChenopodium hircinum f. multidentatumChenopodium hircinum f. angustifoliumChenopodium hircinum f. deminutumChenopodium hircinum subsp. hircinum